Zu Beginn des 17. Jahrhunderts existierte ein Gang, der die neueren Residenztrakte mit der Wasserburg des 14. und 15. Jahrhunderts, der so genannten "Neuveste", verband. Gegen 1615 ließ Herzog Maximilian I. anstelle des Ganges eine Folge von Zimmern einbauen, die als Prinzen- und Gästeappartements dienten.
200 Jahre später, 1814, richtete sich Prinzessin Charlotte Auguste, die Tochter König Max I. Josephs von Bayern, hier eine Wohnung ein. Daran erinnert die Bezeichnung "Charlottenzimmer".

Charlottenzimmer: Musikzimmer

Schlafzimmer
Die Bezeichnung "Hofgartenzimmer" erhielt die Raumflucht erst, als hier 1966 "Stilräume" eingerichtet wurden – mit Kunstwerken aus dem so genannten "Hofgartentrakt", einem im Zweiten Weltkrieg zerstörten, zum Hofgarten hin gelegenen Flügel im Norden der Residenz.
In drei Räumen der Hofgarten- und Charlottenzimmer sind heute Einrichtungsgegenstände aus dem Besitz des ersten bayerischen Königs und seiner Familie zu sehen, die einen Eindruck von der höfischen Wohnkultur des beginnenden 19. Jahrhunderts vermitteln, in weiteren sechs Räumen werden Kunstwerke aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gezeigt.