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Residenzmuseum

Hofkapelle

Im Rahmen der umfangreichen Um- und Erweiterungsbauten der Residenz zu Beginn des 17. Jahrhunderts unter Herzog Maximilian I. wurde auch die Hofkapelle errichtet. Der Chor entstand erst 1630.

 

 

Bild: HofkapelleDer tägliche Besuch der Messe gehörte zum Tagesablauf des Fürsten. Während sich die Mitglieder des Hofes unten in der Kapelle versammelten, wohnten der Herzog und seine Familie dem Gottesdienst von den Emporen aus bei, die sie bequem von ihren Gemächern her erreichen konnten.

Die Hofkapelle ist der Unbefleckten Empfängnis Mariens geweiht. Die Wahl dieses Patroziniums geht wohl auf Maximilian I. selbst zurück, der die Gottesmutter Maria zur Schutzpatronin seines Hauses und des Landes Bayern erwählt hatte. Die Verherrlichung der Gottesmutter steht auch im Zentrum des prächtigen, wohl von Hans Krumper entworfenen Hauptaltares. Das große Mittelbild, gemalt von Hans Werl im Jahr 1600, zeigt Maria in der Glorie inmitten von Engeln auf Wolken thronend. In der Auszugstafel darüber ist die Dreifaltigkeit dargestellt.

 

Bild: Seitenaltar

Rechter Seitenaltar, Altarblatt
"Der heilige Maximilian verteilt
Almosen"

Zu beiden Seiten des Chores wurden in der Mitte des 18. Jahrhunderts Nebenaltäre eingefügt. Die Altarbilder sind der hl. Anna und dem hl. Maximilian gewidmet, den Namenspatronen von Herzog Maximilian I. und seiner Gemahlin Maria Anna. Die Altäre stammen von zwei bedeutenden Meistern des süddeutschen Rokoko: Johann Baptist und Franz Zimmermann. Mit feinem Gespür für die Poportionen des Raumes sind die bewegten, in Weiß und Gold gefassten Stuckrahmen der Altäre in den 150 Jahre älteren Kirchenraum eingefügt.

 

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