In diesem Bereich der Residenz befand sich seit Beginn des 17. Jahrhunderts über vier Generationen das Appartement der Herzogin und später der Kurfürstin. Die heutige Bezeichnung "Päpstliche Zimmer" geht auf einen Besuch von Papst Pius VI. im Jahr 1782 zurück.

Rotes Zimmer
Um 1666/67 ließ Kurfürstin Henriette Adelaide, eine Prinzessin aus dem Haus Savoyen, das bestehende Appartement ihrer Schwiegermutter im prunkvollen Stil des Turiner Spätbarock umgestalten. Von dieser Ausstattung blieben vergoldete Decken mit reichen Schnitzereien und einige Deckengemälde erhalten.
Zuletzt wohnte Kurfürstin Maria Amalia, die Gemahlin von Kurfürst Karl Albrecht, dem späteren Kaiser Karl VII., zwischen 1730 und 1756 in diesen Räumen. Sie veränderte die Zimmer des 17. Jahrhunderts kaum, stattete sie aber mit damals modernen Möbeln im Stil des Rokoko aus.

Decke im Herzkabinett
Von der einstigen Größe und Pracht des Appartements ist durch verschiedene Umbaumaßnahmen im 19. Jahrhundert und die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges kaum etwas erhalten. So wurde z.B. auch das so genannte Herzkabinett der Päpstlichen Zimmer, dessen Deckengemälde dem Kult des Herzens gewidmet sind, im Zweiten Weltkrieg so weit gehend zerstört, dass nach 1945 nur eine teilweise Wiederherstellung möglich war.