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Residenzmuseum

Trierzimmer

 

Bild: Enfilade in die Trierzimmer

Blick vom Saal des Rates
in die Trierzimmer

Die Trierzimmer im Ostflügel der Residenz sind nach Klemens Wenzeslaus von Sachsen, Kurfürst und Erzbischof von Trier, benannt, der hier im 18. Jahrhundert häufig wohnte. Die Raumflucht selbst stammt aber schon aus dem beginnenden 17. Jahrhundert und zählte von Anfang an zu den bedeutendsten der Residenz.

Seit 1611 hatte Herzog Maximilian I. Trakte rund um den Kaiserhof errichten lassen. Im Hauptgeschoss befanden sich die vornehmsten Gästeappartements. Der Westflügel an der Residenzstraße war für den Kaiser und seine Gemahlin reserviert. Im Ostflügel logierten die Angehörigen der kaiserlichen Familie und ranghohe Mitglieder des kaiserlichen Hofstaates. Weilten keine Gäste in der Residenz, dienten die Räume - entsprechend der Thematik ihrer Deckenbilder - als Ratszimmer. Fast alle Räume waren mit Holzkassettendecken und Deckengemälden ausgestattet. Die Bilder schuf der aus den Niederlanden stammende Hofmaler Pieter de Witte, genannt Peter Candid.

 

 

Bild: Tapisserie "Januar"

Tapisserie "Januar" aus der Monats-Folge,
Hans van der Biest nach Entwurf von
Peter Candid, München 1612-14

Die Wände der Räume waren nie verziert oder bemalt; wenn ein Gast die Zimmer bewohnte, wurden sie mit kostbaren Wirkteppichen behängt und jedes Mal neu möbliert.

Im Zweiten Weltkrieg wurden die Zimmer in weiten Teilen zerstört. Nach 1945 gelang es aber, das Raumbild der Zeit um 1615 in etwas veränderter Form wieder herzustellen. Von der originalen Ausstattung blieben nur die Deckengemälde erhalten. Heute sind in diesen Räumen, in einer musealen Präsentation, vorwiegend Wirkteppiche und Prunkmöbel des 17. Jahrhunderts zu sehen.

 

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